Star Wars: The Force Unleashed (Das Video Game)

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Diesen Spruch kennen viele Star Wars Fans nur bedingt. Denn in Star Wars The Force Unleashed übernimmt man nicht die Rolle eines Jedis, sondern man darf höchstpersönlich den geheimen Schüler von Darth Vader steuern. Das Spiel knüpft an den Ereignissen zwischen Episode III und Episode IV an.

Nachdem Anakin Skywalker zum fürchterlichen Darth Vader „umgebaut“ wurde, beschloß er schließlich selbst Herr der Galaxis zu werden.Doch bevor dieser Traum in Erfüllung gehen kann muss sein Meister der Imperator beseitigt werden. Vader bemerkt jedoch schnell, dass er alleine gegen seinen Meister keine Chance hat. Wie es der Zufall so will entdeckt Vader auf dem Wookiee-Heimatplaneten Kashyyyk einen kleinen Jungen, nachdem er seinen Vater (ein übrig gebliebender Jedi Meister) getötet hat. Vader nimmt diesen Jungen auf und lehrte ihm die Geheimnisse der dunklen Macht. Bevor man sich mit dem „Starkiller“ auseinander setzen darf, besteht der erste Level darin Darth Vader zu steuern und dieses Geschehen in die Tat umzusetzen.

Nachdem viele Jahre vergangen waren, wuchs der „geheime Schüler“ heran und ist bereit für seine „erste wahre Prüfung“, das Finden und Vernichten der letzten übrig gebliebenden Jedis. Die Story wird dabei in recht netten Zwischensequenzen weitererzählt.

 

Entfessele die Macht der dunklen Seite

Das ist das Stichwort für dieses Spiel. Hier steht die Action im Vordergrund. Neben dem berühmtem Lichtschwert stehen euch weitere Angriffmöglichkeiten unter Nutzung der Macht zur Verfügung. Außer herkömmlichen Attacken wie Elektroblitze oder Machtstöße gibt es auch die Möglichkeit, jedes beliebige Objekt inklusive Gegner gezielt zu packen und durch die Gegend zu schleudern. Dazu einfach mittels R2 den jeweiligen Gegenstand anvisieren und mit Hilfe der Analog Sticks frei bewegen und, falls erwünscht, weg zu schleudern. Das hört sich zwar alles schön und gut an aber in der Hitze des Gefechts kommt dieses Feature so gut wie nie zum Einsatz, da während eines Machtangriffes der Spieler völlig ungedeckt bleibt. Also wird stattdessen lieber das Laserschwert gezückt. Ähnlich wie in Devil May Cry erhält man für jeden besiegten Gegner Punkte. Sind genug davon gesammelt, steigt der Schüler eine Stufe auf und bekommt weitere Punkte gutgeschrieben, mit denen die Fähigkeiten des Spielers verbessert werden können. So können beispielsweise die einzelnen Machtfertigkeiten hinzugelernt oder gesteigert werden.

 

Eine Reise auf fremde Planeten

Die verschiedenen großen Areale in Star Wars The Force Unleashed sind detailgetreu modelliert. Die meisten Level können durch viele Details und gute Architektur überzeugen, andere wiederum sind ziemlich eintönig gestaltet. Damit es nicht zu Orientierungsproblemen kommt, zeigt euch eine kleine Übersichtskarte jederzeit den Weg zum nächsten Missionsziel an. Der Aufbau der meisten Levels ist streng linear und lässt kaum Freiraum für reichliche Rätseleinlagen. Es gibt zwar einige Passagen, bei denen ein Schalter umgelegt oder per Machtgriff Brücken gebaut werden müssen, die meiste Zeit jedoch bewegt man sich in schlauchähnlich aufgebauten Levels und vernichtet alles was einem im Weg steht.

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Ein Sith gegen das Imperium

Wie bereits erwähnt ist das Spiel auf Action ausgelegt welche hier wirklich nicht zu kurz kommt. Dennoch machen sich schon einige Macken breit. So sind die meisten Gegner einfach dämlich und bleiben die meiste Zeit nur stehen und fangen an aus allen Rohren zu schießen. Dazu kommt noch das ständige nachjustieren der Kamera, da sie selbst ihre Probleme hat. Doch wenn nun schließlich ein Endgegner auftaucht, dann vergisst man schnell die schlechte KI der Gegner. Hier tauchen verschiedene „Bosse“ auf, nicht nur Jedis, sondern auch große Star Wars typische Ungeheuer gilt es zu besiegen. Um einen Endgegner letztendlich zu besiegen, gilt es ähnlich wie in God of War kurze Quicktime-Events zu meistern

Physik ist langweilig?

Nicht in Star Wars The Force Unleashed, denn hier werden gleich drei verschiedene Physikengines benutzt. Die Digital Molecular Matter-Engine von Pixelus schafft es die Eigenschaften physikalischer Objekte originalgetreu wiederzugegeben. Dadurch verformen sich zum Beispiel metallene Objekte jedes Mal anders, wenn der Machtstoß eingesetzt wird. Die Euphoria-Engine die bei GTA IV benutzt wurde, sorgt dafür, dass Feinde versuchen, sich festzuhalten, wenn sie in den Machtgriff genommen werden. Last but not least die gute alte Havoc-Physikengine. Ihre Aufgabe ist es Objekte physikalisch korrekt durch die Gegend fliegen zu lassen.Die Lichteffekte und die kleinen Details sind sehr schön inszeniert. Der Sound ist wie bei jedem Star Wars Spiel und Film einfach bombastisch. Neben den altbekannten Kompositionen von John Williams wurden auch noch weitere passende Stücke hinzugefügt. Eine gelungene Synchronisation, das „Zischen“ der Laserstrahlen und der typische Klang des Laserschwertes sorgen für Kinofeeling pur.

Die Schattenseite ist allgegenwärtig

Grafisch macht Star Wars The Force Unleashed einen passablen Eindruck. Leider wird die Grafik dann aber durch etliche kleine Ruckler und Tearing nach unten gezogen. Auch ist das Spiel von Pop-ups nicht verschont geblieben. Wenn eine ruhige Stelle gefunden wurde und man sich alles genauer ansehen will, dann fällt schnell auf, dass plötzlich ein Baum oder ein Riesen Pilz erscheint. Bei der PS3 Version ist auch eine 3 Gigabyte große Installation notwendig. Dennoch kommt das Gefühl auf, dass die Installation kaum was gebracht hat, denn es werden kaum Ladezeiten im Menü oder im Gameplay verkürzt. Schade allerdings ist das Fehlen eines Multiplayer-Modus. Die einzige Möglichkeit ist es die grandiose Story immer wieder von vorne zu spielen.